Protest gegen Abschaffung der Demokratie in Griechenland und Aufruf zu humanitärer Hilfe

NaturFreunde und DGB: Ergebnisse einer spannenden Informationsveranstaltung


Auch wenn es viele nicht hören wollen: Die Beschlüsse der europäischen Institutionen führen zu einer weiteren Verschärfung der kontraproduktiven Sparpolitik in Griechenland, schaffen dort die Demokratie zu Gunsten eines Regimes der einseitig fnanzpolitischen Zielen verpflichteten Troika ab und verschärfen die humanitäre Situation, insbesondere zu Lasten der Alten, Kranken und Kinder," fasst Wilfried Gaum die Ergebnisse einer Veranstaltung am vergangenen Donnerstag zusammen. "Die Europäische Union hat die reine Lehre durchgesetzt, aber davon können die Menschen nirgendwo leben, schon garnicht in Griechenland. Unabhängig davon sind wir angesichts der katastrophalen Situation in der Krankenversorgung und bei anderen Sozialleistungen der Auffasung, dass es Zeit wird, konkrete humantitäre Hilfe zu organisieren für die Notleidenden dort." Der Referent des Abends, Dr. Gregor Kritidis, Sozialwissenschaftler und DGB-Referent aus Hannover, hatte aus eigener Anschauung über die Folgen der langjährigen Sparpolitik für die Menschen berichtet: "Es gibt in Griechenland keine Sozialhilfe, kein Hartz IV. Nach einem Jahr Arbeitslosengeld fallen die Menschen durch alle Roste - die Renten der Eltern und Großeltern sind dann die enzige Einnahmequelle für ganze Familien. Und die sollen jetzt nochmals gekürzt werden, nachdem sie bereits seit 2010 um 30% abgebaut wurden. Wie soll man so leben?", fragte Kritidis. Der DGB-Vorsitzende und NaturFreund Michael Pöllath schlägt angesichts dieser humanitären Krise vor, dass Barsinghausen eine Städtepartnerschaft mit einer Kleinstadt in Griechenland eingeht, um wie für Kovel konkrete Hilfe zu organisieren. Sybille Bruchmann-Busse ging das nicht weit genug: "Wir müssen ganz konkrete Hilfe leisten: Medikamente, Hilfsmittel, Austausch." So beschloss die Runde, für Donnerstag, den 6. August um 19:00 Uhr zu einer  Versammlung in das Naturfreundehaus im Bullerbachtal einzuladen, bei der konkrete humanitäre Hilfe und weitere Aktionen zur Unterstützung der griechischen Menschen besprochen werden sollen. "Wir freuen uns über jede Unterstützung," sagte Bruchmann-Busse.